Gotische Buchmalerei (19. August 2008)
Die gotische Buchmalerei bezeichnet eine Stilepoche der abendländischen Buchmalerei, die auf die Romanik folgte und von der Renaissance abgelöst wurde. In Frankreich und England setzte die Gotik in der Buchmalerei um 1160/70 ein, während in Deutschland noch bis um 1300 romanische Formen dominant blieben. Während der gesamten gotischen Epoche blieb Frankreich als führende Kunstnation bestimmend für die stilistischen Entwicklungen der Buchmalerei. Zeitgleich mit dem Übergang von der Spätgotik zur Renaissance verlor die Buchmalerei ihre Rolle als eine der bedeutendsten Kunstgattungen infolge der Ausbreitung des Buchdrucks in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Im Vergleich zur Romanik ist die gotische Malerei durch einen weichen, durchschwungenen Figurenstil und fließende Faltenwürfe gekennzeichnet. Diese Tendenz blieb während der gesamten gotischen Epoche gültig und fand ihren Höhepunkt im sogenannten Weichen Stil.
Auszug aus dem gleichnamigen Originalartikel (Autorenliste). Lizenz: GFDL.
Dieser Feed ist ein Angebot des Wikimedia Deutschland e.V.
Verwandte Artikel
Trackback URL für diesen Beitrag: trackback